Programmierung
& Web Entwicklung
Bereits 1944 entwickelten Programmierer
Lochkarten, mit denen die damals nicht selten ganze Büroräume
besetzenden Rechenmaschinen besondere Aufgaben zugewiesen
wurden. Der Ingenieur Howard Hathaway Aiken präsentierte
zusammen mit dem ersten Programmierer von Software, Grace
Murray Hopper den „Mark I“, der mittels Software Aufgaben
erfüllen konnte, die nicht zum eigentlichen Betriebssystem
gehörten. Viele betrachten diese Anwendungen, die einfache
Rechenaufgaben zu erledigen im Stande waren, heute als
Geburtsstunde der Software. Es dauerte aber bin in die 1980er
Jahre, ehe die Personal Computer auch für die Allgemeinheit
zugänglich und vor allem erschwinglich wurden und das Potential
der Software erst erkannt wurde.
Hopper arbeitete nach der
revolutionären Erfindung nun an einem Programm, das zu jener
Zeit nicht Software hieß, sondern als Subroutinen bezeichnet
wurden. Diese hatten die Fähigkeit, die Anweisungen von einem
Band einzulesen und zusammenzustellen. Gleichzeitig wurden
optische Anzeigegeräte verbessert. Was zuerst nur von
Programmierern auf einem Streifband entziffert werden konnte,
ließ sich alsbald von einem Drucker ausgespuckt und im Verlaufe
der 1960er Jahre setzte sich der Bildschirm als Ausgabegerät
durch.
Die rasante Entwicklung von Software nahm nun seinen
unaufhaltsamen Lauf. Als Weiterentwicklung von Lochkarten
entstanden so genannte „Assembler“, die ersten
Computersprachen, mit welchen nach einem vorgegebenen Standart
Anweisungen eingegeben werden konnten und somit
Computerprogramme entwickelt wurden, die auch auf anderen
Computer lauffähig waren. Diese Assembler wurden in „Macros“
zusammengefasst, die unter anderem bereits in der Lage waren
die Speicherverwaltung zu übernehmen und mehrere Prozesse
gleichzeitig auszuführen.
Nun kann die Zeit der Tüftler, die sich
inzwischen einen PC zulegten. Es waren die Anwender, die sich
die einfache Computersprache zu Nutze machten und eigene
Software entwickelten. Diese war bei einer neuen
Rechnergeneration allerdings unbrauchbar, so dass sich im Jahre
1955 erste Gruppen zusammenschlossen, welche die Kompatibilität
der Geräte zum Ziel setzten. Die Gruppe nannte sich SHARE und
bildete einen Zusammenschluss aus einer Gruppe sich
konkurrenzierender Firmen, die sich aber durch die
Zusammenarbeit deutliche Vorteile versprach. Auch die
Computerhersteller erkannten nun die Möglichkeiten, die
Software mit sich bringen könnte und ließ so genannte
„high-level languages“ entwickeln. Es entstanden Sprachen mit
klangvollen Namen wie FORTAN und COBOL, die seit 1957 stetig
weiterentwickelt wurden und bis heute als Grundstein für das
Prinzip der Programmierung betrachtet werden können.
Die Programmierung und Entwicklung
kannte nun keine Grenzen mehr. Erste grafische Darstellungen
waren möglich, das Internet wurde entwickelt, das neben
militärischen Zwecken vornehmlich für den Austausch unter
Universitäten dienen sollte. Diese führten Aufgaben aus, die
ein einzelner Benutzer in deren Komplexität nicht mehr alleine
bewältigen konnte. Diese Zeit animierte die Filmindustrie
übrigens dazu, der Maschine Fähigkeiten zuzuschreiben, um die
Weltmacht übernehmen zu können.
Doch der Computer blieb allen
Befürchtungen zum Trotz der Sklave des Menschen, auch wenn
immer weiter entwickelte Software Aufgaben in einer
Geschwindigkeit lösten, die für den Menschen nicht machbar
waren. Man fing an zwischen Systemsoftware und Anwendersoftware
zu unterscheiden, womit Betriebssysteme geschaffen wurden die
aber vornehmlich als Darstellungszweck für den Monitor galten
und nicht als „Operating System“ (OS). Diese Bezeichnung ist
bist heute noch gängig, doch hat vor allem die weltweite
Vernetzung dazu geführt, dass den Programmierkünsten keine
Grenzen mehr gesetzt sind und man in Zukunft nicht nur von den
damals mächtig aufkommenden Firmen wie Microsoft oder Apple
noch weit ausgeklügeltere Software erwarten
darf.
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